Brainlab Groove

Strikkly Vikkly on FoerdeFluesterer (DE)

Lange dabei zu sein, bedeu­tet nicht zwangs­läu­fig, dass man eine Fleiß­biene ins Heft bekommt. Das gilt für das Duo Strik­kly Vik­kly, die haben 1999 eine Sin­gle her­aus­ge­bracht, die dann noch auf einer Com­pi­la­tion namens „City Dub Clash“ zu fin­den war. Danach haben sie nichts Gemein­sa­mes gemacht.

Zumin­dest Vic­tor Rice a.k.a. Vik­kly hat bei eini­gen Dub‐​Aufnahmen als Pro­du­zent oder auch als Musi­ker mit­ge­wirkt. Auch Strik­kly hat mit Dub eini­ges am Hut, ist aber eben nicht so emsig. Zusam­men haben es die bei­den nun geschafft, die erste Ver­öf­fent­li­chung nach ihrer Sin­gle her­aus­zu­brin­gen, dafür ist das Werk mit dem nüch­ter­nen Arbeits­ti­tel „Vol.1″, gleich ein gan­zes Album geworden.

Hier regiert dann auch haupt­säch­lich der Dub­sound, aller­dings ist diese Vari­ante nicht zu sehr mit der klas­si­schen jamai­ka­ni­schen Spiel­art ver­wandt. Die Bässe wabern hier zwar ein­drucks­voll, und auch der Gesang hat Spu­ren von Reg­gae und Ragga, aber der Beat im Hin­ter­grund ist anders. Es sind starke poly­rhyth­mi­sche Klänge, die immer herr­lich quer schießen.
Die­ses hat zwar zur Folge dass hier die Groo­ves nicht immer locker flie­ßen, wie etwa das gedämpfte „Bee Bee“. Doch wie gesagt, gerne sind die Beats hier mal hek­tisch wie gleich zu Anfang bei „Dee Gee“. Dazu arbei­ten Strik­kly Vik­kly oft mit Echos und und ein wenig mit Hall.
Ins­ge­samt ist „Vol.1“ ein sehr fri­sches Dub‐​Album gewor­den, wel­ches auch mal mit Kli­schees auf­räumt und den­noch die DNA nicht leugnet.
Erschie­nen bei: Brain­lab Groove

Original Link